Wie ich auf den Hund gekommen bin?

Ich bin Jahrgang 56 und in meinem bisherigen Leben begleiteten mich seit meiner Jugend immer Hunde, so hatten meine Eltern bereits zwei Generationen von Zwergpudeln und wir die verschiedensten Rassen bis wir mehr zufällig auf den Dackel kamen. Der Dackel kam durch meine Frau ins Haus, die eine flüchtige Bekanntschaft mit einer älteren Dame hatte. Die Dame war bereits 90 und war die letzte ihrer Familie. Um nicht zu einsam zu sein, hatte sie sich noch einen jungen Rauhaarteckel angeschafft. Nun plackten sie Gewissensbisse, was aus dem Tier wird, wenn sie selbst nicht mehr da sein würde. Sie wollte deshalb den Hund, der ca. 1 Jahr alt war zu Lebzeiten in guten Händen wissen. So kam vor ca. 20 Jahren unsere Teckelhündin Topsi ins Haus. Topsi wurde bei uns als Familienhund gehalten und tobte im Haus und Garten. Sie war ein toller, liebenswerter Hund, der in seinen 15 Lebensjahren nie kränkelte bzw. Befindlichkeiten zeigte. Sie hatte seit frühster Jugend großes Interesse an der Erdarbeit und besaß eine geradezu sprichwörtliche Freude an der Wasserarbeit. So stand sie stundenlang bei uns am Gartenteich und hoffte darauf, dass ihr Koi`s ins Maul schwammen. Nach Topsis Tod hatten wir einen Mischlingsrüden, der ebenfalls sehr liebenswert jedoch kein Dackel war. Unser Mischhunderüde Benny wurde ebenfalls 14 Jahre alt und begleitete uns bis 2005. Danach waren wir 2 Jahre Hunde los und nicht wirklich komplett in unserer Familie, sodass der Wunsch wuchs wieder einen Hund aufzunehmen. Es sollte ein kleiner gesunder Hund sein, der durch seine Robustheit und ausgeglichenes Wesen gut zu uns passen sollte. Kurz um es musste ein Dackel sein. Bei einer Zuchtschau in unserer Nähe hatten wir die ersten Kontakte mit Züchtern und dem DTK 1888. So kamen wir schnell zu Zwingeradressen, die wir alle samt rege abtelefonierten bzw. besuchten. So kam Ende 2007, Anfang 2008 unser Rauhaardackelrüde Gismo vom Sternentor zu uns. Es muss wohl auf beiden Seiten Liebe auf den ersten Blick gewesen sein, sodass ich mir nunmehr gar nicht mehr vorstellen kann, ohne Dackel zu sein.

Wie ich zur Dackelzucht kam?

Unser Gismo ein brauner normalschlägiger Rauhaardackel kam mit 8 Wochen, Anfang 2008 in unsere Familie und begeisterte alle durch seine aufgeschlossene Art. Wir besuchten fleißig die Welpenschule und traten durch die vielen Kontakte, die wir dadurch erhielten in den DTK 1888 in die Berliner Gruppe 7 ein. Nach einem guten halben Jahr rief uns Gismos Züchterin, Frau Christiane Polarski an und bat mit unserem Gismo doch mal eine Ausstellung zu besuchen, um ihn so vorstellen und bewerten zu lassen. Auf unserer 1. Ausstellung in Königs Wusterhausen zeigte sich unser Gismo von seiner aller besten Seite und er wurde mit vorzüglich bewertet, war schönster Rauhaar und schönster Dackel der Ausstellung. Wir freuten uns natürlich sehr und auch Kristiane Polarski war sehr zufrieden mit ihrer tollen Zucht. Gismo besuchte in den darauf folgenden Jahren noch viele nationale und internationale Ausstellungen und wurde so Landesjugendsieger in Sachsen und Landesjugendsieger in Brandenburg, deutscher Jugendchampion und in der Erwachsenenklasse anschließend deutscher Champion. Gismo besticht also nicht nur durch sein freundliches ausgeglichenes Wesen sondern ist auch ganz hervorragend in allen Rassestandarts, die ein Rauhaarteckel besitzen sollte.

Natürlich habe ich Gismo nicht nur zu Ausstellungen geführt, sondern merkte auch schnell und dies bereits im Welpenalter, welche Jagdpassion in ihm steckte. So habe ich Gismo auch in einige jagdliche Prüfungen ausgebildet und geführt, die auch für mich zu der Zeit absolutes Neuland waren. So freute ich mich natürlich umso mehr als Gismo die Schussfestigkeitsprüfung bestand und die Spurlautprüfung im 1. Preis absolvierte. Danach erfolgten die Bauarbeit, die Wasserarbeit und die Schweißarbeit. Auch hier überzeugte unser Gismo durch seine Anlagen und seine Passion, sodass für mich selbst schnell klar wurde, dass nicht nur Gismo jagdlich ausgebildet sein sollte sondern sein Besitzer und Hundeführer ebenfalls eine Jagdausbildung besitzen sollte. So absolvierte ich also bei meinem jagdlichen Mentor Herrn Bernd Mrozynski ein praktisches Ausbildungsjahr und schloss dies Jahr mit der jagdlichen Ausbildung und der Prüfung zum Jagdschein ab.

Durch die Arbeit und die Ausstellungen mit unserem Gismo kam auch der Wunsch seine Qualitäten in Schönheit und Passion züchterisch weitergeben zu können. So kam ich schnell zu dem Entschluss, dass wir uns einen Zweithund, eine geeignete Rauhaarhündin anschaffen. 2011 wurden wir im Zwinger vom Reiherblick bei Frau Monika Voss fündig. Bei ihr lag ein Wurf schwarz-roter Rauhaarteckel und wir entschlossen uns spontan für unsere Betti-Lou. Betti-Lou ist eine schwarz-rote normalschlägige Rauhaarhündin, die in Form und Haar perfekt zu uns passen sollte. Betti wurde ebenfalls auf mehreren Ausstellungen gezeigt und erhielt hier die aller besten Formwerte V. Sie wird ebenfalls jagdlich geführt und besitzt sehr gute jagdliche Anlagen, so konnte sie die Spurlautprüfung ebenfalls im 1. Preis absolvieren, ist scharf am Raubzeug und sehr ambitioniert in der Schweißarbeit.

Ich beabsichtige Anfang 2013 unsere Betti erstmals zu belegen. Natürlich soll Gismo hier als Deckrüde zum Einsatz kommen. Da unser Gismo ein stark pigmentierter brauner Rauhaar mit Abzeichen ist, der aus einer schwarz-roten Linie stammt, erwarten wir auf jeden Fall schwarz-rote normalschlägige Teckel. Wenn unsere Hündin auch Braunträgerin ist können auch braune Welpen mit Abzeichen fallen.